Konzertreise Italien 2004

Mit drei Bussen und einigen PKW machten sich der ars musica chor und das DaimlerChrysler-Orchester München Ende Oktober 2004 auf den Weg nach Italien, um auf Einladung des CMBA in zwei Kirchen in Oberitalien unter der Leitung von Norbert Groh u. a. das Requiem von John Rutter (kürzlich auch im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn gespielt) aufzuführen.

Vom Quartier in Lovere am Iseosee aus fuhren die ca. 130 Musiker /-innen zuerst zur Stadtbesichtigung nach Bergamo - ein schöner Auftakt für eine erlebnisreiche Reise.

Lovere
Blick aus der Jugendherberge in Lovere auf den Iseo-See

Dann wurde es ernst: Die Fahrt ging nach Monza, wo in der dortigen Kirche S. Anastasia musiziert werden sollte. Auf dem Programm standen wie schon in Ottobrunn das Violinkonzert a-moll, die Kantate Nr. 84 von Johann Sebastian Bach und das "Requiem" von John Rutter, einem englischen Zeitgenossen. Als das Konzert begann, war die schöne Barockkirche bis auf den letzten Platz besetzt. Gespannt nahmen die Zuhörer an der Aufführung teil. Am Ende war der Applaus so groß, dass eine Zugabe unerlässlich war. Das "Pie Jesu" war ein sanfter Abschluss für ein einfühlsames Musikerlebnis.

Monza
Aufführung in der Kirche S. Anastasia, Villasanta bei Monza

Nach dieser beeindruckenden Erfahrung hatten alle Beteiligten es nicht für möglich gehalten, dass es noch eine Steigerung geben könnte. Es gab sie, am nächsten Tag in der Franziskanerkirche S. Angelo in Mailand, einem Renaissancebau mit hervorragender Akustik. Eine Viertelstunde Fußmarsch vom Dom entfernt liegt diese Kirche. Trotz strömenden Regens war die Kirche um 15 Uhr brechend voll, sodass die Sitzplätze nicht mehr ausreichten, was die musikbegeisterten Mailänder aber nicht zur Umkehr bewog.

Chor und Orchester sowie die Solisten wurden für eine offensichtlich sehr eindrucksvolle Aufführung vom Publikum frenetisch mit "standing ovations" gefeiert. Und das im musikverwöhnten Mailand! Alle waren sich hinterher einig: Solch ein einfühlsames Publikum hatten sie noch nie erlebt! Diese Begeisterung nahmen alle mit auf die lange Heimfahrt - am liebsten hätten sie das Publikum auch gleich mitgenommen.